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HelpFix – ein Roboter als Blindenhund

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Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)

Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.

Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.

Warum eine Sonderfolge?

Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.

Diese Folge erweitert bewusst den Blick:

Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.

Das Projekt HelpFix

Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.

Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.

Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:

Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.

Der Prototyp soll:

  • über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren,
  • selbstständig Wege planen,
  • hochpräzise navigieren und
  • Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.

Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.

Blick nach vorn

Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:

Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.

Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.

Diese Sonderfolge zeigt:

Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.

Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de

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