Page de couverture de Migration #68

Migration #68

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Manchmal scheint es, als gäbe es neben der Teuerung nur ein einziges großes Thema: Migration. Warum greifen populistische Negativ‑Slogans so gut, dass rechte Parteien – ungeniert Anstand und Menschenrechte missachtend – einen derartigen Zulauf haben? Warum ist die Ablehnung des scheinbar Fremden so groß? Steckt im Menschen die tief verwurzelte Annahme, dass das Unbekannte gefährlich sei und daher bekämpft werden müsse? Warum gelingt es so schwer, einen positiven Blick auf Menschen mit Migrationserfahrung zu entwickeln? Neben einer seriösen Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Lebensgewohnheiten und Rollenbildern, die mit Migrant:innen in unser Land kommen, könnte man doch ebenso die Bereicherung sehen, die Vielfalt mit sich bringt. Gerade hier kommt der Schule eine zentrale Aufgabe zu. Wenn Kinder erkennen, welche „Schätze“ an Erfahrungen, Liedern, Geschichten und Perspektiven ihre Mitschüler:innen aus anderen Ländern mitbringen, wie es ihnen bei uns geht und wo sie Schwierigkeiten haben, entsteht ein erster, wichtiger Grundstein für ein konstruktives Miteinander. Bildung kann helfen, Angst in Verständnis zu verwandeln und Ablehnung in Neugier. - - - - - Elsbeth Kossmeier und Benedikt Weingartner bewegt das Thema Lernen. Sie setzen sich damit auseinander, was man für das Leben lernt, lernen soll, freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst. Mit ihren unterschiedlichen Zugängen führen sie kritisch und mit utopischen Gedanken im Hinterkopf einen Dialog. Beide sind viel beschäftigt mit jungen Menschen, deren Reaktionen auf Schule, den unterschiedlichen Motivationen, Neues zu entdecken und ins eigene Leben hereinzunehmen, der Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Leben und Welt, ihrer Haltung zum Lernen generell. Elsbeth Kossmeier ist Gestaltpädagogin, war 40 Jahre lang Lehrerin für Deutsch und Musik an einem Gymnasium sowie Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Nach wie vor ist sie Referentin für Lehrende für einen Unterricht, der die Persönlichkeit der einzelnen Lernenden stärkt sowie deren Lernmotivation und Lernerfolg zu steigern vermag. Veröffentlichungen: Einzelnen gerecht werden. Chancen und Herausforderungen eines Unterrichts in heterogenen Klassen, Linz 2013. | „Im Unterricht geht es um mich!“ Die Lernseitige Orientierung von Unterricht, Klagenfurt 2019. Benedikt Weingartner war 10 Jahre Benediktinermönch, Religionslehrer und später internationaler Künstlermanager im Bereich der klassischen Musik. Seit 2014 ist er Journalist und vor allem auf Außen- sowie Europapolitik spezialisiert. Er moderiert EU-Bürger:innendialoge und EU-Jugenddialoge. Darüber hinaus ist er Moderator und Redaktionsleiter des TV-Jugendtalkmagazins #Europa4me (https://www.okto.tv/europa4me)) sowie der Sendereihe „Europa : DIALOG“ (https://www.okto.tv/europadialog). Kontakt: leben-lernen@outlook.com
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