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Omas gegen rechts

Omas gegen rechts

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Produziert von https://meinungsmonopol.com Die Omas geh’n auf die Straße, Plakat in der Hand, ganz geschniegelt und brav. Sie sind gegen rechts, das steht da groß, weil man weiß, wo man klatschen darf. Sie singen laut, sie meinen’s gut, die Kameras sind schon bereit. Haltung fühlt sich warm an, wenn sie niemanden wirklich beißt. Alle wissen, wofür man sein muss. Kaum einer weiß, wogegen man schweigt. Omas gegen rechts – überall zu sehen. Aber sag mal ehrlich: Wo sind die Opas gegen links, wenn Dinge in Flammen stehen? Omas gegen rechts – Schulter an Schulter. Doch wenn Infrastruktur brennt, fragt keiner mehr laut: Wer zieht hier eigentlich die Grenze? Die Opas sitzen auf der Bank, schauen Nachrichten, schütteln den Kopf. Sie sehen brennende Kabel, und denken: Das läuft hier aus dem Ruder, stopp. Aber sie bleiben leise, denn falsch zu klingen ist riskant. Man demonstriert nur da, wo der Applaus schon vorher stand. Extrem ist immer nur der andere. Bis er vor deiner Tür passiert. Omas gegen rechts – laut und vereint. Aber wo ist der Chor, der auch gegen links aufsteht, wenn Gewalt sich tarnt als Meinung, fein? Omas gegen rechts – ehrenwert. Doch Demokratie heißt mehr, als nur in eine Richtung zu zeigen, während die andere eskaliert. Das ist kein Oma-Problem. Und kein Opa-Witz. Das ist ein Spiegel. Und der ist unbequem. Omas gegen rechts – ja, warum nicht. Aber Opas gegen links wären kein Tabu, sondern Konsequenz. Denn Extremismus trägt kein Alter. Und keine Richtung allein. Wer nur halb hinschaut, lässt die andere Hälfte rein. Kein Chor. Kein Plakat. Nur eine Frage, die bleibt: Gegen was seid ihr wirklich – wenn es ernst wird?
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