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Auteur(s): Psycho-Vision
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Fortbildungen für Psychotherapeuten - wir reden darüber! Jeden Donnerstag eine neue Folge mit News aus der Forschung und Psychotherapie.Psycho-Vision
Épisodes
  • Die Wasserwaage an der Rasenkante: Ein tiefer Einblick in die zwanghafte Persönlichkeitsstörung
    Feb 19 2026

    In dieser Episode tauchen wir tief in die Psyche eines 53-jährigen Beamten ein, dessen Leben von einem extremen Bedürfnis nach Kontrolle, Präzision und der strikten Einhaltung von Regeln bestimmt wird. Was passiert, wenn die eigene Gewissenhaftigkeit – symbolisiert durch das Ausrichten der Rasenkante mit einer Wasserwaage – in eine psychische Krise führt?


    Wir analysieren den Fall von Herrn M., der nach einem Konflikt mit seinem Dienstherrn und drohenden juristischen Konsequenzen in eine schwere depressive Episode rutscht. Dabei beleuchten wir nicht nur die klinischen Symptome wie Grübelzwang und soziale Isolation, sondern werfen auch einen Blick auf die prägende Lebensgeschichte: vom frühen Verlust der Mutter bis hin zur strengen Erziehung durch den Großvater.


    Diskutiert werden zudem die Herausforderungen in der Therapie, wenn das Kontrollbedürfnis des Patienten die Kommunikation dominiert, sowie verschiedene fachliche Perspektiven – von der Verhaltenstherapie über systemische Ansätze bis hin zur Tiefenpsychologie. Eine spannende Fallstudie über die schmale Linie zwischen Ordnungsliebe und pathologischem Zwang.Quelle: Dieterich, L., Trösken, A., Wagner, E., & Deutschmann, U. Fallbericht Zwanghafte Persönlichkeitsstörung: „Warten Sie, ich muss Sie unterbrechen, damit ich nicht vergesse, was ich sagen wollte…“

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    16 min
  • Wenn die Realität verschwimmt: Psychotherapie bei Psychosen im Alter
    Feb 12 2026

    Psychotische Störungen im höheren Lebensalter sind weitaus seltener als Demenz oder Depressionen, doch für die Betroffenen und ihr Umfeld sind sie eine enorme Belastung. In dieser Folge beleuchten wir ein oft vernachlässigtes Feld der Gerontopsychiatrie: die Behandlung von Schizophrenie, Wahnsyndromen und Halluzinationen bei Senioren.


    Wir gehen der Frage nach, warum so wenige ältere Menschen den Weg in eine Psychotherapie finden, obwohl moderne Ansätze – von der kognitiven Verhaltenstherapie bis hin zu tiefenpsychologischen Modellen – wirksame Hilfestellungen bieten. Erfahren Sie mehr über das Phänomen des „Kontaktmangelparanoids“, die Bedeutung lebensgeschichtlicher Traumata und warum der Körper im Alter oft zum Schauplatz psychotischer Krisen wird. Ein tiefgehender Einblick in die therapeutische Arbeit, bei der Vertrauensbildung und das Verständnis für die subjektive Welt der Patienten wichtiger sind als die bloße medikamentöse Symptombekämpfung.Quelle: Lindner, Reinhard (2022): Zur Psychotherapie der Psychosen im Alter. In: Psychotherapie im Alter, 19. Jahrgang, Heft 2, S. 137–149

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    16 min
  • Die Kehrseite der Couch: Wenn Psychotherapie Nebenwirkungen hat
    Feb 5 2026

    Jede wirksame Behandlung birgt Risiken – das gilt für die Chirurgie ebenso wie für die Psychotherapie. In dieser Folge beleuchten wir ein Thema, das in der Forschung lange Zeit vernachlässigt wurde: die unerwünschten Wirkungen der „Sprechtherapie“.


    Basierend auf aktuellen Analysen des Universitätsklinikums Jena diskutieren wir, warum das ethische Grundprinzip „nil nocere“ (nicht schaden) in der psychotherapeutischen Praxis eine zentrale Rolle spielen muss. Studien zeigen, dass bei mehr als jeder zehnten Therapie Nebenwirkungen auftreten. Wir untersuchen, was das für Patienten bedeutet und warum eine transparente Aufklärung über Risiken die Autonomie stärkt und die Abbruchraten senken kann.


    Themen dieser Folge:

    Das Spektrum der Nebenwirkungen: Von der Verschlechterung sozialer Beziehungen und beruflichen Problemen bis hin zu neuen Symptomen oder schweren psychischen Krisen.

    Die Frage der Ursache: Wie unterscheidet man zwischen notwendigen therapeutischen Belastungen, wie der Konfrontation mit Ängsten, und tatsächlichen Behandlungsfehlern?

    Impulse für die Praxis: Warum Therapeuten bereits in der Ausbildung für negative Effekte sensibilisiert werden sollten und wie Berichtssysteme zur Qualitätssicherung beitragen können.


    Ein fundierter Einblick in die psychotherapeutische Forschung, der zeigt, dass Transparenz und eine offene Fehlerkultur die Basis für eine vertrauensvolle Behandlung bilden.


    Quelle: Rosendahl, J., Klatte, R., Frenzl, D. et al. Contextualizing the negative effects of psychotherapy. Nat Rev Psychol 4, 559–575 (2025).

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    14 min
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