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Auteur(s): Retina View
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Interviews zur NetzhautforschungRetina View Science
Épisodes
  • Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann
    Jan 30 2026

    In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.

    Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.

    Im Gespräch erläutern wir:

    • was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet
    • warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt
    • wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert
    • für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte
    • welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen

    Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.

    Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz

    Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.

    Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.

    Prof. Holz ist:

    • Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien
    • wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren
    • ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen

    Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.

    Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.

    Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de

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    16 min
  • HelpFix – ein Roboter als Blindenhund
    Jan 28 2026

    Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)

    Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.

    Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.

    Warum eine Sonderfolge?

    Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.

    Diese Folge erweitert bewusst den Blick:

    Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.

    Das Projekt HelpFix

    Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.

    Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.

    Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:

    Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.

    Der Prototyp soll:

    • über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren,
    • selbstständig Wege planen,
    • hochpräzise navigieren und
    • Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.

    Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.

    Blick nach vorn

    Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:

    Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.

    Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.

    Diese Sonderfolge zeigt:

    Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.

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    26 min
  • Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet
    Dec 26 2025

    In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet.

    Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen.

    Prof. Schargus erklärt:

    • Welche Patienten von dieser Technologie profitieren können
    • Wie der Eingriff durchgeführt wird
    • Welche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegen
    • Warum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor ist
    • Und welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sind

    Zum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte.

    Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden:

    Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA

    Chefarzt – Augenklinik

    Asklepios Klinik Nord – Heidberg

    Tangstedter Landstr. 400

    22417 Hamburg

    Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen)

    e-mail: Chefarztsekretariat-Augenklinik-Nord@asklepios.com

    Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de

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    30 min
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