Épisodes

  • Die Zecke
    Feb 9 2026

    Ein Lieblingsfeind des Menschen: der Zeck. Er ruft Ekel hervor, bohrt sich in die Haut und kann Krankheiten übertragen. Zecken sind große Milben, die sich parasitisch vom Blut von Säugetieren - auch des Menschen - ernähren. Es gibt mindestens 900 Zeckenarten, in Österreich auch viele "neue", die durch den Klimawandel heimisch werden. Sie können gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen: Am bekanntesten sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Doch es gibt noch viele andere: Zecken sind Meister der Übertragung - kein anderer Parasit bringt so viele Krankheiten mit wie sie.

    Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 50. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 09. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min
  • Der Ammendornfinger
    Feb 9 2026

    Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten.

    Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 49. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min
  • Die südrussische Tarantel
    Feb 9 2026

    Die größte Spinne Mitteleuropas lebt schon lange in Österreich, wo sie die westlichste Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreicht. Ihr Lebensraum ist vorzugsweise lehmiger Uferbereich, wo sie eine Nisthöhle anlegt. Die Eier reifen in einem Kokon heran, den die Spinne mit den Hinterbeinen in die Sonne hält, um ihn zu wärmen. Nach dem Schlupf bleiben die Jungspinnen bei der Mutter, die sie auf dem Rücken trägt. Die Tarantel ist eine nachtaktive Jägerin, die kleinen Wirbeltieren und Gliederfüßern auflauert.

    Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 49. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 11. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    13 min
  • Die Krätzmilbe
    Feb 9 2026

    Milben sind mikroskopisch kleine Tierchen die als Parasiten Hunde, Katzen und Pferde befallen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Diese Räudemilben sind für den Menschen keine allzu große Belastung, da er ein "Fehlwirt" ist und die Tiere bald absterben. Sehr unangenehm und sogar gefährlich für den Menschen kann die "Krätzmilbe" werden. Sie ist 0,3 bis einen halben Millimeter groß und wird bei länger dauerndem direktem Hautkontakt übertagen. Die Parasiten bohren sich unter die oberste Hautschicht, legen dort ihre Eier ab und ernähren sich von abgestorbenen Zellen und Zellflüssigkeit. Diese "Wohngemeinschaft" bleibt nicht unerkannt: Es juckt bestialisch und muss schleunigst behandelt werden.

    Gestaltung. Sabine Nikolay | Das ist die 48. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 12. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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  • Die japanische Buschmücke
    Dec 11 2025

    Aedes japonicus gehört zur Familie der asiatischen Stechmücken. Sie hat eine auffällig geringelte Beinzeichnung und ist am Rücken behaart. Sie ist doppelt so groß wie heimische Gelsen, sticht vorzugsweise in der Dämmerung aber auch tagsüber. Die Eier können lange Trockenperioden und sogar den Winter überdauern, die Entwicklung der Larve erfolgt im Wasser - je wärmer dieses ist, desto schneller entwickelt sich das Insekt. Die Mücke kann das Westnil-, Dengue-, und Chickungunya-Virus übertragen - tatsächliche Erkrankungsfälle sind jedoch sehr selten.

    Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 45. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min
  • Die Sandmücke
    Dec 11 2025

    Phlebotomen - winzige stechende geräuschlos fliegende Schmetterlingsmücken - kommen überall auf der Welt mit Ausnahme einiger pazifischer Inseln und Neuseelands vor. Sie können die Leishmaniose übertragen, eine Erkrankung die Haut, Schleimhäute und Innenorgane befallen kann - im letzteren Fall kann das tödlich enden. Die Mücken sind nachtaktiv - aber Vorsicht: ein herkömmliches Moskitonetz schützt oft nicht, da die Tiere so winzig sind, dass sie durch die Öffnungen im Netz krabbeln können. In Mitteleuropa wurden sie als typisch mediterrane Insekten lange übersehen. Bekannt sind sie seit fast 30 Jahren, ihre Wanderung weiter nach Norden wird vermutlich durch den Klimawandel begünstigt.

    Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 46. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 10. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min
  • Orthopodomyia pulcripalpis
    Dec 11 2025

    Orthopodomyia pulcripalpis ist ein lebendes Fossil. In Österreich wurde sie bei den regelmäßig stattfindenden Insektenmonitorings vor einigen Jahren im 14. Wiener Gemeindebezirk gefunden. Sie ist aber noch so neu, dass sie keinen deutschen Namen hat, wie die österreichische Biologin Carina Zittra darlegt. Tatsächlich ist sie aber seit langem in Europa heimisch - sie hat die letzte Eiszeit in eisfreien Nischen überlebt. Die Tiere können Träger von Arboviren sein, die sie aber wenn überhaupt dann auf Vögel übertragen. Die "Wohlfühlgelse" ist nämlich orthophil, sie sticht Vögel, aber keine Menschen.

    Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 47. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 11. 12. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min
  • Die Schmeißfliege
    Sep 23 2025

    Die Schmeißfliege ist grün oder blau glänzend und kommt in mehreren Unterarten vor, die in einem Fall sogar nach ihrer bevorzugten Nahrung benannt ist: Calliphora vomitoria ernährt sich, man ahnt es schon, von Erbrochenem. Die wenig beliebten Tiere ernähren sich von Ausscheidungen, toten Tieren und eben auch menschlichen Leichen, auf denen sie auch ihre Eier ablegen. Ein wichtiger Indikator dafür, wie lange ein Mensch schon tot ist. Die Unterart der "Goldfliegen" leistet - im Labor keimfrei gezüchtet - wertvolle Dienste bei der Behandlung schlecht heilender Wunden. Anschaulich erklärt vom Gerichtsmediziner Gutachter und Forensiker Christian Reiter, der schon an der Aufklärung von hunderten Todesfällen beteiligt war.

    Gestaltung: Sabine Nikolay | Das ist die 41. Folge der Serie „Was die Welt am Brummen hält“. In Ö1 gesendet am 22. 09. 2025 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

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    14 min